Beispiele
So sieht eine GBU aus
Wussten Sie, dass auch der Tischkicker und die Dartscheibe im Pausenraum eine Gefährdungsbeurteilung brauchen? Hier sehen Sie, wie der GBU-Assistent das in Minuten erledigt.
Dartscheibe im Pausenraum
Arbeitsbereich: Pausenraum / Sozialraum · Tätigkeit: Nutzung der Dartscheibe durch Beschäftigte in der Pause
Unkontrolliert bewegte Teile: Dartpfeile können abrutschen, abprallen oder bei unvorsichtigem Wurf Personen im Umfeld treffen. Stichverletzungen an Händen, Armen oder im Extremfall Augenverletzungen möglich.
Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip)
- T — Technisch
Sicherheitszone von mindestens 2 Metern vor und seitlich der Dartscheibe einrichten und am Boden markieren (z.B. rote Klebeband-Linie)
- T — Technisch
Dartscheibe an einer Wand montieren, die nicht an einen Durchgangsbereich oder Arbeitsplatz grenzt
- T — Technisch
Rückwand hinter und neben der Scheibe mit Schutzverkleidung (z.B. Kork- oder Schaumstoffplatte min. 60×60 cm um die Scheibe) anbringen, um Fehlwürfe abzufangen
- O — Organisatorisch
Nutzungsregeln aushängen: Nur werfen wenn Wurfbereich frei ist, keine Metallspitzen-Darts (nur Softdarts mit Kunststoffspitzen erlauben)
- O — Organisatorisch
Unterweisung der Beschäftigten über sichere Nutzung bei Ersteinweisung und jährlich (§12 ArbSchG)
- O — Organisatorisch
Erste-Hilfe-Material (Pflaster, Augenspülung) im Pausenraum bereithalten
Stolper-/Rutschgefahr: Herabgefallene Dartpfeile auf dem Boden können zu Stolpern oder Trittverletzungen führen.
Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip)
- O — Organisatorisch
Regelmäßige Sichtkontrolle des Bodenbereichs vor der Dartscheibe
- O — Organisatorisch
Auffangmatte (weicher Bodenbelag) im Wurfbereich auslegen
Lärmbelästigung: Aufprallgeräusche der Darts auf die Scheibe können bei elektronischen Dartscheiben angrenzende Arbeitsbereiche stören.
Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip)
- T — Technisch
Dartscheibe nicht direkt an Wand zu Büro-/Arbeitsräumen montieren, ggf. Schallschutzmatte unterlegen
- O — Organisatorisch
Nutzungszeiten auf Pausenzeiten beschränken
Tischkicker im Pausenraum
Arbeitsbereich: Pausenraum / Sozialraum · Tätigkeit: Nutzung des Tischkickers durch Beschäftigte in der Pause
Teile mit gefährlichen Oberflächen: Quetschgefahr an den drehbaren Spielerstangen. Finger können zwischen Stange und Gehäuse eingeklemmt werden, insbesondere bei schnellem Drehen (Kurbeln).
Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip)
- T — Technisch
Tischkicker mit abgerundeten, durchgehenden Stangen verwenden (keine herausstehenden Stangenenden)
- T — Technisch
Gummipuffer an den Stangenenden anbringen, falls Stangen über das Gehäuse hinausragen
- O — Organisatorisch
Hinweisschild: Nicht an den Stangenenden greifen, Kurbeln vermeiden
Stolper-/Stoßgefahr: Der Tischkicker steht als Hindernis im Raum. Anstoßen an Ecken und Kanten möglich, insbesondere in engen Pausenräumen. Stolpergefahr durch herumstehende Bälle.
Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip)
- T — Technisch
Mindestabstand von 1 Meter zu Wänden und Möbeln einhalten, damit Spieler ausreichend Platz haben
- T — Technisch
Standfestigkeit prüfen — Tischkicker auf ebenem Boden aufstellen, ggf. Antirutsch-Pads unter die Füße
- O — Organisatorisch
Verkehrswege freihalten, Tischkicker nicht in Fluchtwege stellen
Lärmbelästigung: Aufprallgeräusche des Balls, laute Stangenbewegungen und Zurufe der Spieler können bei offenem Pausenraum angrenzende Arbeitsbereiche stören.
Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip)
- T — Technisch
Pausenraum als separaten Raum mit schließbarer Tür einrichten (ArbStättV Anhang 4.2)
- O — Organisatorisch
Nutzungszeiten auf Pausenzeiten beschränken
Haltungsarbeit: Längeres Stehen am Tischkicker in leicht gebeugter Haltung. Bei häufiger Nutzung können Rückenbeschwerden auftreten.
Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip)
- O — Organisatorisch
Stehtische oder Sitzgelegenheiten im Pausenraum bereitstellen für Abwechslung
Diese Beispiele dienen zur Veranschaulichung. Jede Gefährdungsbeurteilung muss auf die konkreten betrieblichen Verhältnisse angepasst werden (§5 ArbSchG). Der GBU-Assistent erstellt individuelle GBUs basierend auf Ihren Angaben.
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