Beispiele

So sieht eine GBU aus

Wussten Sie, dass auch der Tischkicker und die Dartscheibe im Pausenraum eine Gefährdungsbeurteilung brauchen? Hier sehen Sie, wie der GBU-Assistent das in Minuten erledigt.

Pflicht nach ArbSchG §5 — gilt für alle Arbeitsmittel und Räume im Betrieb
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Dartscheibe im Pausenraum

Arbeitsbereich: Pausenraum / SozialraumTätigkeit: Nutzung der Dartscheibe durch Beschäftigte in der Pause

GDA 1.4·Mechanische Gefährdung

Unkontrolliert bewegte Teile: Dartpfeile können abrutschen, abprallen oder bei unvorsichtigem Wurf Personen im Umfeld treffen. Stichverletzungen an Händen, Armen oder im Extremfall Augenverletzungen möglich.

E=3 × S=3Risiko: 5Hoch

Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip)

  • TTechnisch

    Sicherheitszone von mindestens 2 Metern vor und seitlich der Dartscheibe einrichten und am Boden markieren (z.B. rote Klebeband-Linie)

  • TTechnisch

    Dartscheibe an einer Wand montieren, die nicht an einen Durchgangsbereich oder Arbeitsplatz grenzt

  • TTechnisch

    Rückwand hinter und neben der Scheibe mit Schutzverkleidung (z.B. Kork- oder Schaumstoffplatte min. 60×60 cm um die Scheibe) anbringen, um Fehlwürfe abzufangen

  • OOrganisatorisch

    Nutzungsregeln aushängen: Nur werfen wenn Wurfbereich frei ist, keine Metallspitzen-Darts (nur Softdarts mit Kunststoffspitzen erlauben)

  • OOrganisatorisch

    Unterweisung der Beschäftigten über sichere Nutzung bei Ersteinweisung und jährlich (§12 ArbSchG)

  • OOrganisatorisch

    Erste-Hilfe-Material (Pflaster, Augenspülung) im Pausenraum bereithalten

GDA 1.5·Mechanische Gefährdung

Stolper-/Rutschgefahr: Herabgefallene Dartpfeile auf dem Boden können zu Stolpern oder Trittverletzungen führen.

E=2 × S=1Risiko: 2Gering

Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip)

  • OOrganisatorisch

    Regelmäßige Sichtkontrolle des Bodenbereichs vor der Dartscheibe

  • OOrganisatorisch

    Auffangmatte (weicher Bodenbelag) im Wurfbereich auslegen

GDA 7.1·Physikalische Einwirkung

Lärmbelästigung: Aufprallgeräusche der Darts auf die Scheibe können bei elektronischen Dartscheiben angrenzende Arbeitsbereiche stören.

E=2 × S=1Risiko: 2Gering

Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip)

  • TTechnisch

    Dartscheibe nicht direkt an Wand zu Büro-/Arbeitsräumen montieren, ggf. Schallschutzmatte unterlegen

  • OOrganisatorisch

    Nutzungszeiten auf Pausenzeiten beschränken

Wirksamkeitskontrolle: Maßnahmen nach Umsetzung prüfen und dokumentieren. Nächste Überprüfung: 12 Monate nach Umsetzung oder bei Änderungen (§3 Abs. 1 ArbSchG).

Tischkicker im Pausenraum

Arbeitsbereich: Pausenraum / SozialraumTätigkeit: Nutzung des Tischkickers durch Beschäftigte in der Pause

GDA 1.2·Mechanische Gefährdung

Teile mit gefährlichen Oberflächen: Quetschgefahr an den drehbaren Spielerstangen. Finger können zwischen Stange und Gehäuse eingeklemmt werden, insbesondere bei schnellem Drehen (Kurbeln).

E=3 × S=2Risiko: 4Mittel

Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip)

  • TTechnisch

    Tischkicker mit abgerundeten, durchgehenden Stangen verwenden (keine herausstehenden Stangenenden)

  • TTechnisch

    Gummipuffer an den Stangenenden anbringen, falls Stangen über das Gehäuse hinausragen

  • OOrganisatorisch

    Hinweisschild: Nicht an den Stangenenden greifen, Kurbeln vermeiden

GDA 1.5·Mechanische Gefährdung

Stolper-/Stoßgefahr: Der Tischkicker steht als Hindernis im Raum. Anstoßen an Ecken und Kanten möglich, insbesondere in engen Pausenräumen. Stolpergefahr durch herumstehende Bälle.

E=2 × S=1Risiko: 2Gering

Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip)

  • TTechnisch

    Mindestabstand von 1 Meter zu Wänden und Möbeln einhalten, damit Spieler ausreichend Platz haben

  • TTechnisch

    Standfestigkeit prüfen — Tischkicker auf ebenem Boden aufstellen, ggf. Antirutsch-Pads unter die Füße

  • OOrganisatorisch

    Verkehrswege freihalten, Tischkicker nicht in Fluchtwege stellen

GDA 7.1·Physikalische Einwirkung

Lärmbelästigung: Aufprallgeräusche des Balls, laute Stangenbewegungen und Zurufe der Spieler können bei offenem Pausenraum angrenzende Arbeitsbereiche stören.

E=2 × S=1Risiko: 2Gering

Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip)

  • TTechnisch

    Pausenraum als separaten Raum mit schließbarer Tür einrichten (ArbStättV Anhang 4.2)

  • OOrganisatorisch

    Nutzungszeiten auf Pausenzeiten beschränken

GDA 9.3·Physische Belastung

Haltungsarbeit: Längeres Stehen am Tischkicker in leicht gebeugter Haltung. Bei häufiger Nutzung können Rückenbeschwerden auftreten.

E=1 × S=1Risiko: 1Gering

Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip)

  • OOrganisatorisch

    Stehtische oder Sitzgelegenheiten im Pausenraum bereitstellen für Abwechslung

Wirksamkeitskontrolle: Maßnahmen nach Umsetzung prüfen und dokumentieren. Nächste Überprüfung: 12 Monate nach Umsetzung oder bei Änderungen (§3 Abs. 1 ArbSchG).

Diese Beispiele dienen zur Veranschaulichung. Jede Gefährdungsbeurteilung muss auf die konkreten betrieblichen Verhältnisse angepasst werden (§5 ArbSchG). Der GBU-Assistent erstellt individuelle GBUs basierend auf Ihren Angaben.

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