Das Problem ist bekannt — die Umsetzung stockt
Die Pflicht zur Gefährdungsbeurteilung besteht seit 1996. Trotzdem zeigen Untersuchungen ein ernüchterndes Bild:
- Über 80 % der Kleinunternehmen haben keine vollständige Gefährdungsbeurteilung
- Die psychische Gefährdungsbeurteilung fehlt in der Mehrheit der Betriebe
- Vorhandene GBUs werden selten aktualisiert
- Die Qualität variiert enorm
Warum kommen Unternehmen nicht hinterher?
Zeitmangel: Ein Handwerksmeister mit sechs Mitarbeitern hat keine halbe Woche Zeit, um sich in GDA-Merkmalsbereiche und TOP-Prinzip einzuarbeiten.
Fehlende Expertise: Arbeitsschutzrecht ist komplex. ArbSchG, GefStoffV, BetrSichV, ArbStättV, MuSchG — wer soll da den Überblick behalten?
Kosten: Eine Fachkraft für Arbeitssicherheit kostet schnell 500 EUR und mehr pro Einsatz.
Es entsteht eine paradoxe Situation: Die Pflicht ist klar, die Bereitschaft oft vorhanden — aber der Weg zur rechtskonformen GBU ist für viele Unternehmen zu aufwendig. Genau hier kann KI im Arbeitsschutz den entscheidenden Unterschied machen.